Werbebilder mit KI zu erstellen, kann die Entwicklung von Kampagnen deutlich beschleunigen. Statt jede Bildidee zunächst aufwendig zu fotografieren, zu illustrieren oder in einer Bildagentur zu suchen, lassen sich verschiedene visuelle Konzepte in kurzer Zeit vorbereiten. Ein KI-Bildgenerator liefert dabei jedoch nicht automatisch ein überzeugendes Werbemotiv. Entscheidend bleibt, wie klar die Kampagnenidee formuliert ist, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und wie konsequent die Ergebnisse geprüft werden.

KI-Werbegrafiken sind deshalb kein Ersatz für strategische Planung, sondern ein zusätzliches Werkzeug im kreativen Prozess. Sie helfen bei der Ideenfindung, bei der Visualisierung von Entwürfen und bei der Produktion bestimmter Bildvarianten. Für den professionellen Einsatz braucht es dennoch ein geschultes Auge für Markenwirkung, Komposition, Lesbarkeit, technische Qualität und rechtliche Risiken.

Dieser Beitrag zeigt, wie Unternehmen, Selbstständige und Marketingteams Marketing-Bilder mit KI systematisch entwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Vorbereitung, die Prompt-Erstellung, die Auswahl geeigneter Motive sowie die wichtigsten Prüfungen vor der Veröffentlichung.

Warum Werbebilder mit KI für Kampagnen interessant sind

Ein Kampagnenmotiv muss meist mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen: Es soll Aufmerksamkeit erzeugen, eine bestimmte Stimmung vermitteln, zur Marke passen und die zentrale Botschaft unterstützen. Klassische Produktionswege können dafür sehr gute Ergebnisse liefern, sind aber je nach Motiv mit erheblichem Planungsaufwand verbunden. Locations, Modelle, Requisiten, Licht, Retusche und mehrere Korrekturschleifen müssen koordiniert werden.

Ein KI-Bildgenerator kann die frühe Konzeptphase vereinfachen. Marketingverantwortliche können zunächst verschiedene Bildwelten testen, ohne jede Variante vollständig produzieren zu lassen. Denkbar sind beispielsweise unterschiedliche Farbklimata, Perspektiven, Zielgruppenansprachen oder saisonale Szenarien. So wird schneller sichtbar, welche Richtung zur Kampagne passt.

Besonders nützlich ist die Technologie in folgenden Situationen:

  • Für erste Moodboards und visuelle Ideensammlungen
  • Für alternative Kampagnenmotive in unterschiedlichen Formaten
  • Für symbolische oder abstrakte Bildideen
  • Für Hintergrundmotive in Social Media, Blogs und Newslettern
  • Für einfache Szenarien, die sich fotografisch nur schwer umsetzen lassen
  • Für die Vorbereitung von Präsentationen und Kreativkonzepten

Der größte Vorteil liegt dabei nicht zwingend im vollständig fertigen Endprodukt. Oft ist es bereits wertvoll, eine abstrakte Idee schnell sichtbar zu machen und gemeinsam zu beurteilen. Dadurch können Abstimmungen konkreter werden, weil nicht nur über eine Beschreibung, sondern über einen visuellen Vorschlag gesprochen wird.

Die Grundlage: Erst die Kampagne planen, dann das Bild erzeugen

Ein häufiger Fehler besteht darin, direkt mit einem KI-Tool zu beginnen und erst anschließend nach einer passenden Verwendung für das Ergebnis zu suchen. Professionelle Werbebilder entstehen umgekehrt: Zuerst wird die kommunikative Aufgabe definiert, danach wird das passende Motiv entwickelt.

Ziel und Botschaft festlegen

Bevor ein Prompt formuliert wird, sollte feststehen, was das Bild leisten soll. Geht es um Markenbekanntheit, Produktinteresse, eine konkrete Aktion oder um die Vermittlung eines Lebensgefühls? Ein aufmerksamkeitsstarkes Motiv für eine Awareness-Kampagne folgt anderen Regeln als ein Produktbild für eine Verkaufsseite.

Hilfreich ist eine kurze interne Beschreibung mit vier Fragen:

  1. Welche Handlung oder Reaktion soll das Motiv auslösen?
  2. Welche zentrale Botschaft muss visuell unterstützt werden?
  3. Welche Zielgruppe soll sich angesprochen fühlen?
  4. Wo wird das Bild eingesetzt und in welchem Format benötigt?

Diese Fragen verhindern, dass zwar ästhetische, aber strategisch unpassende Bilder entstehen. Ein modernes, minimalistisches Motiv kann beispielsweise für eine hochwertige Dienstleistung sinnvoll sein, während eine Familienkampagne eher Nähe, Alltag und Authentizität vermitteln muss.

Markenbild und visuelle Leitplanken definieren

KI-Werbegrafiken sollten nicht wie zufällige Einzelbilder wirken. Farben, Bildsprache, Perspektiven und Lichtstimmung müssen zur bestehenden Markenidentität passen. Dafür können verbindliche Leitplanken festgelegt werden:

  • bevorzugte und unerwünschte Farbtöne
  • helles, dramatisches, warmes oder neutrales Licht
  • fotorealistische, illustrative oder grafische Anmutung
  • ruhige, dynamische, sachliche oder emotionale Bildkomposition
  • gewünschter Abstand für Überschrift, Logo oder Produktplatzierung
  • Bildmotive, Personengruppen oder Darstellungen, die vermieden werden sollen

Je genauer diese Vorgaben sind, desto leichter lassen sich Varianten vergleichen. Gleichzeitig sollte der Prompt nicht so eng gefasst sein, dass kein kreativer Spielraum mehr bleibt. Eine klare Richtung und kontrollierte Offenheit ergänzen sich.

Prompts für Werbebilder mit KI richtig aufbauen

Ein Prompt ist keine bloße Stichwortsammlung. Er beschreibt die gewünschte Bildwirkung so, dass ein KI-Bildgenerator die wichtigsten Elemente priorisieren kann. Je nach System unterscheiden sich die Eingabemöglichkeiten, doch ein strukturierter Aufbau ist grundsätzlich hilfreich.

Die wichtigsten Prompt-Bausteine

Ein professioneller Prompt kann aus mehreren Komponenten bestehen:

  1. Hauptmotiv: Was ist im Mittelpunkt des Bildes zu sehen?
  2. Handlung oder Situation: Was geschieht in der Szene?
  3. Zielgruppe und Atmosphäre: Welche Stimmung und welcher soziale Kontext werden benötigt?
  4. Bildstil: Soll das Ergebnis fotografisch, editorial, illustrativ oder abstrakt wirken?
  5. Komposition: Welche Perspektive, welcher Bildausschnitt und welcher Freiraum sind erwünscht?
  6. Licht und Farben: Welche Beleuchtung und Farbwelt unterstützen die Kampagne?
  7. Technische Anforderungen: Welches Seitenverhältnis, welche Schärfe und welche Detailtiefe werden benötigt?

Ein schwacher Prompt lautet beispielsweise: „Modernes Marketingbild für ein Produkt.“ Diese Vorgabe lässt zu viele Fragen offen. Ein präziserer Ansatz beschreibt eine konkrete Szene, die visuelle Stimmung, die Komposition und den Verwendungszweck. Dabei sollte die Formulierung nicht unnötig mit widersprüchlichen Stilbegriffen überladen werden.

Beispiel für eine strukturierte Formulierung

Für eine Kampagne eines nachhaltigen Outdoor-Anbieters könnte der Prompt sinngemäß eine erwachsene Person auf einem naturbelassenen Wanderweg beschreiben, mit einem klaren Fokus auf Bewegung, Natürlichkeit und hochwertiger Produktwirkung. Eine weiche Morgenbeleuchtung, gedeckte Grün- und Erdtöne, eine realistische redaktionelle Fotografie und ausreichend ruhiger Raum auf der linken Seite für später eingefügte Kampagnentexte würden die Aufgabe weiter präzisieren.

Wichtig ist, Texte, Logos und Markenkennzeichen nicht unkritisch direkt von der Bild-KI erzeugen zu lassen. Buchstaben, Zahlen und Produktaufschriften werden in generierten Bildern häufig fehlerhaft dargestellt. Für Werbemittel ist es meist sinnvoller, das Motiv ohne Schrift zu erzeugen und Typografie anschließend in einem Grafikprogramm einzusetzen.

Vom ersten Entwurf zur verwendbaren KI-Werbegrafik

Die erste Bildgeneration sollte als Entwurfsphase verstanden werden. Statt ein einzelnes Ergebnis sofort als final zu betrachten, wird eine kleine Auswahl unterschiedlicher Richtungen erstellt. Dabei können einzelne Parameter gezielt verändert werden: etwa die Kameraperspektive, die Farbtemperatur, die Entfernung zum Hauptmotiv oder der Anteil an Hintergrundfläche.

Varianten kontrolliert entwickeln

Wenn bei jeder Generation gleichzeitig Motiv, Stil, Licht und Komposition geändert werden, ist später schwer zu beurteilen, welche Anpassung den Unterschied verursacht hat. Besser ist ein schrittweises Vorgehen:

  1. Eine grundlegende Bildidee mit wenigen, aber klaren Vorgaben erzeugen
  2. Die überzeugendste Richtung auswählen
  3. Nur einen oder zwei Aspekte gezielt verändern
  4. Das Ergebnis mit der Kampagnenaufgabe vergleichen
  5. Erst danach Details und Formate optimieren

Auf diese Weise entsteht ein nachvollziehbarer Auswahlprozess. Die besten Ergebnisse sollten dokumentiert werden, einschließlich verwendeter Prompts, Einstellungen und Bearbeitungsschritte. Das erleichtert spätere Anpassungen und sorgt für eine konsistente Bildserie.

Komposition für Werbezwecke berücksichtigen

Ein Werbebild muss häufig mit weiteren Gestaltungselementen funktionieren. Eine Überschrift, ein Call-to-Action, ein Preis oder ein Logo benötigen ausreichend Platz und dürfen nicht mit dem Hauptmotiv konkurrieren. Deshalb sollte bereits bei der Bilderstellung berücksichtigt werden, wo später Textflächen liegen.

Ein sogenannter Negativraum, also eine ruhigere Fläche mit wenig visueller Unruhe, erleichtert die nachträgliche Gestaltung. Bei Social-Media-Anzeigen ist außerdem zu bedenken, dass ein Motiv in verschiedenen Zuschnitten erscheinen kann. Ein Bild, das im Querformat funktioniert, kann im Hochformat wichtige Bildelemente verlieren. Idealerweise werden die vorgesehenen Ausspielungsformate bereits in der Konzeptphase eingeplant.

Qualitätsprüfung: Diese Punkte müssen vor der Veröffentlichung stimmen

Auch überzeugende Marketing-Bilder mit KI benötigen eine gründliche Prüfung. Kleine Fehler können die Glaubwürdigkeit einer Kampagne beeinträchtigen. Besonders wichtig sind folgende Bereiche.

Details und anatomische Auffälligkeiten

Bei Personen sollten Hände, Finger, Augen, Zähne, Ohren und Körperhaltungen kontrolliert werden. Auch Gegenstände können unlogische Formen, unklare Verbindungen oder widersprüchliche Perspektiven aufweisen. Solche Fehler fallen in einem schnellen Entwurf möglicherweise nicht auf, werden in einer großformatigen Anzeige aber deutlich sichtbar.

Produkte und technische Merkmale

Wenn ein reales Produkt dargestellt werden soll, darf die generierte Version nicht automatisch als exakte Produktabbildung betrachtet werden. Form, Verschlüsse, Bedienelemente, Farben und Proportionen können abweichen. Für verbindliche Produktdarstellungen ist deshalb häufig eine klassische Fotografie, ein 3D-Rendering oder eine sorgfältige Nachbearbeitung erforderlich.

Text, Symbole und Zahlen

Alle im Bild enthaltenen Schriften, Zahlen und Symbole müssen einzeln geprüft werden. Fehlerhafte Buchstaben oder scheinbar plausible, aber falsche Angaben können besonders bei Verpackungen, Interfaces und Infografiken problematisch sein. Für professionelle Kampagnen sollte Text möglichst nachträglich und kontrolliert gesetzt werden.

Farbwirkung und Barrierearmut

Die Farben müssen nicht nur ästhetisch, sondern auch funktional bewertet werden. Wenn später Text über das Motiv gelegt wird, braucht es ausreichend Kontrast. Das gilt insbesondere für digitale Anzeigen und Inhalte, die auf kleinen Bildschirmen erscheinen. Eine zusätzliche Prüfung in unterschiedlichen Helligkeitsstufen kann sichtbar machen, ob wichtige Bildbereiche oder Beschriftungen untergehen.

Rechtliche und ethische Aspekte beim Einsatz von KI-Bildern

Die rechtliche Bewertung künstlich erzeugter Bilder hängt unter anderem vom konkreten Tool, den Nutzungsbedingungen, dem Bildinhalt und dem jeweiligen Einsatz ab. Deshalb sollten vor einer kommerziellen Veröffentlichung die aktuellen Bedingungen des verwendeten Anbieters geprüft und bei Unsicherheit rechtliche Beratung eingeholt werden. Allgemeine Aussagen wie „KI-Bilder sind immer frei nutzbar“ sind nicht zuverlässig.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen real wirkende Personen, bekannte Persönlichkeiten, geschützte Marken, urheberrechtlich geschützte Figuren und erkennbare Werke Dritter. Auch wenn ein Bild vollständig generiert wurde, kann sein Inhalt Rechte oder berechtigte Interessen berühren. Das gilt beispielsweise dann, wenn eine Darstellung gezielt eine konkrete Person imitiert oder eine fremde Markenwelt nachahmt.

Für Unternehmen empfiehlt sich ein interner Freigabeprozess. Darin kann festgehalten werden:

  • welches Tool für die Erstellung verwendet wurde
  • welche Nutzungsbedingungen zum Zeitpunkt der Produktion galten
  • welche Prompts und Ausgangsmaterialien eingesetzt wurden
  • welche Nachbearbeitungen stattgefunden haben
  • wer die finale Qualitäts- und Rechteprüfung übernimmt
  • für welche Kanäle und Zeiträume das Motiv freigegeben ist

Auch Transparenz kann eine Rolle spielen. Ob und wie der Einsatz generativer Systeme gekennzeichnet werden sollte, richtet sich nach dem Kontext, den gesetzlichen Vorgaben, Plattformregeln und der eigenen Kommunikationsstrategie. Eine pauschale Empfehlung für jede Kampagne wäre daher nicht angemessen.

Erfahrungen aus der Praxis

Aus typischen Produktions- und Anwendungssituationen lassen sich einige belastbare Erkenntnisse ableiten. Erstens funktionieren KI-Bilder besonders gut, wenn eine Kampagne mit einer klaren visuellen Idee arbeitet. Abstrakte Bildwelten, Stimmungen, Landschaften, symbolische Szenen und allgemeine Lifestyle-Situationen lassen sich häufig leichter variieren als exakt definierte Produkte mit vielen technischen Einzelheiten.

Zweitens steigt der Abstimmungsaufwand nicht automatisch auf null. Die Bildproduktion kann zwar schneller erfolgen, dafür entstehen zusätzliche Aufgaben bei Auswahl, Korrektur und Freigabe. In der Praxis ist es daher sinnvoll, vorab Verantwortlichkeiten festzulegen: Wer beurteilt Markenpassung, wer kontrolliert Details und wer entscheidet über die finale Verwendung?

Drittens ist Konsistenz eine typische Herausforderung. Eine einzelne Generation kann überzeugend aussehen, während mehrere Motive derselben Serie bei Personen, Licht oder Farbwirkung deutlich voneinander abweichen. Für eine zusammengehörige Kampagne sollten deshalb wiederkehrende Vorgaben dokumentiert und Ergebnisse sorgfältig verglichen werden.

Viertens zeigt sich bei Social-Media-Formaten, dass die technische Anpassung nicht erst am Ende beginnen sollte. Unterschiedliche Seitenverhältnisse, mobile Ansichten und begrenzte Aufmerksamkeit verlangen eine flexible Komposition. Motive mit einem klaren Hauptobjekt und ausreichend Randbereich lassen sich in der Regel leichter für mehrere Platzierungen aufbereiten als stark angeschnittene Szenen.

Fünftens benötigen realitätsnahe Darstellungen eine besonders sorgfältige Prüfung. Kleine Unstimmigkeiten bei Händen, Produkten, Schildern oder Verpackungen können von Betrachterinnen und Betrachtern als mangelnde Professionalität wahrgenommen werden. Gerade bei gesundheitsbezogenen, technischen oder sicherheitsrelevanten Inhalten sollte die visuelle Glaubwürdigkeit nicht allein der Bild-KI überlassen werden.

Diese Erfahrungen sprechen nicht gegen den Einsatz generativer Werbebilder. Sie zeigen vielmehr, dass der größte Nutzen dort entsteht, wo KI in einen geregelten kreativen und redaktionellen Prozess eingebunden wird. Die Technologie liefert Entwürfe und Varianten; die fachliche Bewertung bleibt eine menschliche Aufgabe.

Geeignete Einsatzbereiche und Grenzen

Werbebilder mit KI eignen sich häufig für visuelle Konzepte, Kampagnenhintergründe und Motive, bei denen Atmosphäre wichtiger ist als dokumentarische Exaktheit. Dazu gehören beispielsweise saisonale Stimmungsbilder, abstrakte Darstellungen von Themen wie Innovation oder Nachhaltigkeit sowie redaktionelle Illustrationen für digitale Inhalte.

Grenzen zeigen sich dagegen bei:

  • verbindlichen Produktabbildungen mit komplexen Details
  • medizinischen oder technischen Darstellungen, die fachlich exakt sein müssen
  • Motiven mit vielen lesbaren Texten oder Zahlen
  • Darstellungen realer Personen ohne eindeutig geklärte Rechte
  • Kampagnen, die auf dokumentarischer Authentizität beruhen
  • Inhalten, bei denen jede visuelle Abweichung rechtlich oder sachlich relevant ist

In diesen Fällen kann eine Kombination sinnvoll sein: Ein KI-generierter Hintergrund wird mit einem realen Produktfoto verbunden oder ein generiertes Konzept dient als Vorlage für eine spätere professionelle Produktion. So lassen sich kreative Geschwindigkeit und verlässliche Darstellung miteinander verbinden.

Ein effizienter Arbeitsablauf für Marketingteams

Ein wiederholbarer Prozess hilft dabei, Qualität und Effizienz auszubalancieren. Ein bewährtes Grundmodell besteht aus sieben Schritten:

  1. Briefing erstellen: Kampagnenziel, Zielgruppe, Botschaft, Kanal und Format definieren.
  2. Bildidee entwickeln: Hauptmotiv, Stimmung, Farbwelt und Komposition beschreiben.
  3. Prompt formulieren: Die Vorgaben strukturiert und ohne widersprüchliche Anforderungen ausarbeiten.
  4. Varianten erzeugen: Mehrere Ansätze erstellen und zunächst nach der Bildidee bewerten.
  5. Auswahl treffen: Markenpassung, Verständlichkeit und technische Qualität vergleichen.
  6. Nachbearbeiten: Text, Logo, Farben, Freistellungen und gegebenenfalls Produktdetails kontrolliert ergänzen.
  7. Freigeben: Rechte, Formate, Lesbarkeit und finalen Kampagnenkontext prüfen.

Für wiederkehrende Kampagnen lohnt sich eine interne Prompt- und Motivbibliothek. Darin können erfolgreiche Bildbeschreibungen, geeignete Stilvorgaben, Ausschlusskriterien und Formatempfehlungen gesammelt werden. Die Bibliothek sollte regelmäßig überprüft werden, weil sich Tools, Funktionen und Nutzungsbedingungen verändern können.

Häufige Fehler beim Erstellen von KI-Werbegrafiken

Zu allgemeine Vorgaben

Ein Prompt mit wenigen Sammelbegriffen führt oft zu austauschbaren Bildern. Je klarer die kommunikative Aufgabe und die gewünschte Szene beschrieben werden, desto besser lässt sich das Ergebnis beurteilen.

Ästhetik ohne Werbewirkung

Ein Bild kann technisch beeindruckend aussehen und trotzdem keine Botschaft vermitteln. Vor der Auswahl sollte deshalb immer die Frage stehen, ob das Motiv die Kampagnenidee unterstützt oder lediglich dekorativ wirkt.

Fehlender Raum für Gestaltung

Wenn die spätere Headline keinen Platz findet, muss das Bild möglicherweise stark beschnitten werden. Freiräume und mögliche Textzonen sollten bereits im Prompt berücksichtigt werden.

Ungeprüfte Nutzung

Ein generiertes Ergebnis direkt zu veröffentlichen, ohne Details, Rechte und Format zu kontrollieren, ist im professionellen Marketing riskant. Eine kurze, verbindliche Prüfliste verhindert viele vermeidbare Fehler.

Fazit

Werbebilder mit KI können Kampagnen schneller, variantenreicher und kreativer machen. Ihr Potenzial zeigt sich besonders bei der Ideenentwicklung, bei atmosphärischen Motiven und bei der Vorbereitung verschiedener visueller Richtungen. Ein KI-Bildgenerator ersetzt jedoch weder das Kampagnenbriefing noch die gestalterische Bewertung und rechtliche Prüfung.

Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Ziel, Markenbild, Komposition und Format von Anfang an klar definiert sind. Strukturierte Prompts, kontrollierte Varianten, nachträgliche Typografie und eine sorgfältige Qualitätskontrolle machen aus einem generierten Entwurf eine belastbare KI-Werbegrafik. Wer die Technologie als Teil eines professionellen Workflows versteht, kann Marketing-Bilder effizient entwickeln, ohne auf strategische Qualität und glaubwürdige Kommunikation zu verzichten.

FAQ: Häufige Fragen zu Werbebildern mit KI

Was sind Werbebilder mit KI?

Werbebilder mit KI sind visuelle Motive, die mithilfe generativer Bildsysteme aus Textvorgaben oder anderen Eingaben erstellt werden. Sie können für Kampagnen, Social Media, Websites, Newsletter und Präsentationen eingesetzt werden, müssen aber vor der Veröffentlichung geprüft und gegebenenfalls bearbeitet werden.

Kann ein KI-Bildgenerator ein fertiges Werbemotiv vollständig ersetzen?

Das hängt vom Motiv und vom Einsatzzweck ab. Für atmosphärische oder abstrakte Bildwelten kann ein generiertes Ergebnis eine gute Grundlage sein. Bei exakten Produktabbildungen, lesbaren Texten oder rechtlich sensiblen Darstellungen sind zusätzliche Gestaltung, Fotografie oder fachliche Kontrolle häufig erforderlich.

Wie sollte ein Prompt für eine KI-Werbegrafik aufgebaut sein?

Ein guter Prompt beschreibt Hauptmotiv, Situation, Zielgruppe, Stimmung, Stil, Perspektive, Licht, Farben, Bildausschnitt und technische Anforderungen. Außerdem sollte er angeben, wo später Text oder andere Gestaltungselemente platziert werden sollen.

Sollte Text direkt mit der Bild-KI erzeugt werden?

In der Regel ist es sicherer, das Bild ohne Schrift zu erzeugen und Texte anschließend in einem Grafikprogramm einzusetzen. Dadurch lassen sich Schreibfehler, unleserliche Buchstaben und falsche Zahlen vermeiden.

Wie lassen sich KI-Werbegrafiken markenkonform gestalten?

Definieren Sie vorab eine visuelle Leitlinie mit Farben, Lichtstimmung, Bildstil, Perspektiven und unerwünschten Darstellungen. Dokumentierte Prompts und ein Vergleich mehrerer Varianten helfen, eine konsistente Bildserie zu entwickeln.

Welche Fehler sollten vor der Veröffentlichung geprüft werden?

Kontrolliert werden sollten unter anderem Hände, Gesichter, Produktdetails, Perspektiven, Schriften, Zahlen, Kontraste, Bildauflösung und Zuschnitt. Zusätzlich sind Nutzungsbedingungen und mögliche Rechte Dritter zu prüfen.

Sind KI-generierte Marketing-Bilder automatisch rechtssicher?

Nein. Die rechtliche Situation hängt vom verwendeten System, den Nutzungsbedingungen, dem Bildinhalt und dem konkreten Einsatz ab. Wer ein Motiv kommerziell verwenden möchte, sollte die aktuellen Vorgaben prüfen und bei Unsicherheit rechtlichen Rat einholen.

Für welche Kampagnen eignen sich KI-Bilder besonders?

Geeignet sind häufig Kampagnen mit abstrakten, symbolischen oder atmosphärischen Motiven sowie frühe Konzeptphasen und Variantenentwicklungen. Weniger geeignet sind Inhalte, bei denen reale Produkte, Personen oder technische Details exakt und unverfälscht dargestellt werden müssen.